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Haubentaucher 2019

Version 2204190942

Seit Jahren träumte dieser Photograph von einem speziellen Bild: Junge Haubentaucher auf dem Rücken ihrer Eltern. Im Früjahr 2019 war es nun endlich soweit. An einem Baggersee wird in einem Nest die Ablage des ersten Eis auf den Tag genau bestimmt. Die folgenden Einträge zeigen die weitere Entwicklung.
Der Fairniss halber sei gesagt, dass die folgenden Einträge eher einem Tagebuch ähneln. Viele Szenen wiederholen sich, Tag für Tag, Jahr für Jahr. Um dem Leser etwas Zeit zu sparen, finden sich unten manchmal direkte Links zu den verschiedenen Höhepunkten.


15.06.2019
Im Nebenarm des Baggersees war heute von der Haubentaucherfamilie keine Spur mehr zu sehen. In der Zwischenzeit sind auf dem See mehrere Haubentaucherfamilien mit Jungen unterwegs. Bei den anderen Familien sind die Jungen deutlich kleiner und es sind jeweils beide Elterntiere mit der Aufzucht beschäftigt.
Nach einiger Suche konnte unser alleinerziehender Papa mit seinen beiden Jungen am anderen Ende des Hauptsees ausgemacht werden. Trotz der Distanz war zu erkennen, dass es der ganzen Familie gut geht. Ob diese Taucher nochmal in den Nebenarm zurückkehren ist ungewiss. Mit ein paar wenigen Teleaufnahmen geht damit unsere Bildergeschichte nach zehn Wochen erstmal zu Ende.


10.06.2019 - 14.06.2019 - kein Besuch


09.06.2019
Heute morgen kam es zu einem Blitzbesuch bei den Haubentauchern. Die vergangenen feucht-warmen Tage haben für eine explosionsartige Vermehrung bei den Steckmücken gesorgt. Sobald man stehen bleibt, wird man sofort umschwärmt. Kurze Kleidung und kein Insektenschutz machen eine ordentliche Fotosession unmöglich. Die Jungen sehen heute viel weniger nach Filzpantoffeln aus, als noch vor ein paar Tagen. Vermutlich füllen die langsam wachsenden Schwungfedern die Kuhle am Rücken. Die Geduld reicht für eine Reihe unfreiwillig komischer Schnappschüsse von der Verfütterung eines großen Fisches. Danach suchen wir das Weite.
Immer in Bewegung bleiben, lautet die Device. Wir besuchen noch kurz ein weiteres Haubentaucherest, welches bis vor ein paar Tagen noch bebrütet wurde. Heute ist von den ehemaligen Bewohnern keine Spur zu sehen, während einer der Hauptfeinde junger Wasservögel das Nest inspiziert.
Auf dem Rückweg entsteht im Vorbeilaufen eine kurze Serie von einem auftauchenden Haubentaucherjungen. Während das Abtauchen immer mit Schwung nach vorne und unten geschieht, taucht das Jungtier hier wie eine Gummiente in der Badewanne auf.


06.06.2019 - 08.06.2019 - kein Besuch


05.06.2019
Heute wird der letzte Kilometer zu den Haubentauchern zu Fuß zurückgelegt. Daher entstehen einige Distanzaufnahmen von anderen Bewohnern der Baggerseen. Auf dem Rückweg kommen wir an einer idyllischen Badeszene mit vielen Graugänsen vorbei.
Die jungen Haubentaucher sieht man nun immer häufiger für einige Zeit alleine. Die Kleinen fischen selber, allerdings holen sie recht oft auch einfach irgendwelches Material an die Wasseroberfläche und untersuchen es dort.
In einigen Metern Entfernung vom Ufer lassen sich immer wieder Frösche treiben und werden überraschenderweise von den Wasservögeln in Ruhe gelassen.
Als die Jungen der seit zehn Wochen beobachten Haubentaucher geschlüpft sind, hat in einem anderen Nest in einiger Entfernung die Brut begonnen. Heute konnten die Eltern mit mindestens zwei Küken abgelichtet werden. An der Bildqualität zeigt sich mal wieder, wieviel Glück der Photograph hatte, dass er ein Nest in Ufernähe gefunden hat. Die Bilder sind aus der Hand entstanden. Einstellung APS-C, 700D, ISO400, 600mm, f/8, 1/1600s.
Ein Neuntöterweibchen lässt die Kamera bis auf knapp zehn Meter herankommen und posiert zunächst frei auf einer Pflanze und zieht sich dann wieder ins Gebüsch zurück.


04.06.2019
Gestern gab es ein schweres Gewitter, welches heute für einen kühlen Morgen sorgt. Das Wasser im Baggersee liegt ungewöhnlich klar in der Morgensonne. Seit dem letzten Besuch haben sich die Jungen gewaltig weiterentwickelt. Vom Papa war anfangs nichts zu sehen, während beide Jungen fleißig am Jagen waren. Die Jungen ziehen sich bei Ankunft der Kamera zunächst etwas zurück. Als Papa aus der Richtung des Hauptsees zurückkommt, folgen sie ihm aber in Richtung Nestinsel und Kamera.
Während die Jungen nun etwas dösen, geht Papa auf Jagd. Für einen frisch gefangenen großen Fisch interessiert sich jedoch nur das kleinere Küken. Diese Riesenportion reicht wohl für ein paar Minuten, so dass es zu seinem Geschwisterchen zurückkehrt. Ein Gedanke zu der Pantoffelform der Jungen kommt in den Sinn. Ihr Rücken ist so flach, weil den Flügeln noch die vollen Schwungfedern fehlen.
Zwischendurch macht die ganze Familie dann auch mal wieder etwas Pause. Eine dabei gern eingenommene Haltung ist das flache Liegen auf dem Wasser, während Hals und Beine weit gestreckt werden.
Nach einer Weile fängt Papa wieder Fische, teilweise für sich selbst, meist jedoch für die Kleinen.
Zwischenzeitlich gesellen sich noch ein Bläßhuhn, verschiedene Enten und ein Schwanenpaar zu den Haubentauchern. Die Idylle hält an, bis ein weiterer Schwan seine beiden Artgenossen vertreibt. Während der ganzen Zeit gibt es keine Aggressionen zwischen den unterschiedlichen Vogelarten.
Während die heutigen Aufnahmen entstanden, sind drei Kuckucke, vermutlich ein Weibchen, verfolgt von zwei Männchen, an der Kamera vorbeigekommen. Die erste Begegnung dauerte zwar nur ein paar Sekunden, aber zwei der Vögel haben sich weniger als zehn Meter entfernt kurz hingesetzt. Auf der Rückfahrt wurde wohl die selbe Dreiergruppe aufgestöbert, so dass auf einige Distanz aus der Hand ein paar Beweisfotos aufgenommen werden konnten.


31.05.2019 - 03.06.2019 - kein Besuch


30.05.2019
Als der Photograph mit dem Fahrrad vorfährt, taucht Papa mit einem großen Fisch im Schnabel auf. Nun gilt es diesen Fisch zu den Küken zu bringen. Allerdings müssen hierfür drei fremde Kanadagänsepaare zuzüglicher deren Küken umschifft werden. Was wie die Beschreibung eines 80er Jahre Computerspiels klingt, ist für den Haubentaucher eine recht stressige Aufgabe. Und seine Küken trauen sich auch nicht, auf ihren Papa zuzuschwimmen. So bleibt genug Zeit, um die Kamera auszupacken, aufs Stativ zu schrauben und ein paar Bilder zum machen. Leider findet die Fütterung hinter der Nestinsel statt, so dass etwas Grünzeug unscharf im Bild steht. Innerhalb von Sekunden wird der Fisch heruntergewürgt. Nun kommt auch das zweite Küken dazu und die ganze Familie plantscht und taucht.
Heute werden auch mal wieder Federn gefüttert. Wenn Papa nicht aufpasst, zupfen ihm die Küken sogar direkt Daunen aus dem Gefieder.
Die Küken sind nun knapp fünf Wochen alt. Im Alter von zehn bis elf Wochen werden sie selbständig. Beim Ausschütteln erkennt man nun schon deutlich Ansätze des neuen Federkleides. Die Schnäbel sind ebenfalls gewachsen, so dass insgesamt die Proportionen weniger kükenhaft erscheinen.
Obwohl Papa einen Fisch nach dem anderen anschleppt, tauchen und jagen die Küken nun schon selbst. Selbst kleine Fische werden aber noch an die Wasseroberfläche gebracht, so dass heute das erste Bild von einem Jungtier mit selbstgefangenem Fisch gelingt. Mit diesen Fischen wird auch gespielt. Der Fisch wird losgelassen, das Küken taucht hinterher und fängt die Beute wieder ein. Ob das grausame Spiel mit toten oder noch lebenden Fischen passiert, ist nicht zu erkennen.
Die Kanadagänse mit dem einzelnen Küken grasen auf der Wiese und lassen sich auch von der wenige Meter entfernten Kamera nicht wirklich stören. Man kennst sich ja schließlich schon seit zwei Monaten...


26.05.2019 - 29.05.2019 - kein Besuch


25.05.2019
Aufgrund des Daunengefieders ist es schwer die tatsächliche Größe der schwimmenden Filzpantoffeln mit der des Elterntiers zu vergleichen. Wenn die Küken direkt neben dem Papa schwimmen, macht man sich aber schon Gedanken, wieviele Fische ihr Leben lassen mussten, um so ein Wachstum zu ermöglichen.
Heute kommt auch mal wieder ein Paar Schwäne vorbei. Die Schwäne beobachten zwar genau die vorbeischwimmenden Haubentaucher, zeigen jedoch keine Aggression. Generell sind die Vögel hier toleranter gegenüber Nicht-Artgenossen. Aggression gegenüber Jungtieren konnte überhaupt nicht beobachtet werden.
Seit Wochen bildet das Gequake der Frösche eine Geräschkulisse für die Szenen am Teich. Trotz Suche waren bisher keine Frösche zu sehen. Das ändert sich heute, als mehrere Frösche gemütlich vom Ufer aus in Richtung der Nestinsel schwimmen. Eine Libelle setzt sich an die Stelle des ehemaligen Nestes und gerät ins Visier eines Froschs. Vor wenigen Wochen wäre der Frosch an dieser Stelle selbst auf der Speisekarte gestanden.
Auch auf dem Hauptteich ist heute viel los. Ein junger Schwan fliegt Platzrunden, einen Großteil davon in weniger als 10m über Grund. An einem weiteren Haubentauchernest kann man gut die Größenverhältnisse zwischen Nilgans und Haubentaucher sehen.


24.05.2019 - kein Besuch


23.05.2019
Heute Nachmittag hat sich endlich mal wieder die Gelegenheit geboten, die Haubentaucher zu besuchen. Bei sonnigem Wetter fliegen viele Samen in der Luft. Eine Szenerie erinnert an ein Spätwerk von Monet.
Die Kleinen sind wieder gewaltig gewachsen. Das Verhalten hat sich nicht sonderlich geändert. Die Kamera wird zwar gedulded, ihr wird jedoch kein ausgesprochenes Interesse entgegengebracht.
Papa ist so erfolgreich mit der Nahrungsbeschaffung, dass die Küken angebotene Fische teilweise ablehnen. Irgendwie erinnern die Jungen, speziell wenn sie einfach so vor sich hindümpeln, im Moment sowieso mehr an Pfannkuchen mit Hals und Kopf...
Vielleicht vermag der geneigte Leser auch erkennen, was es mit dem verdächtig aussehenden Stock auf sich hat, der in der Nähe des Nestes im Wasser schwimmt. Durch den vielen Regen der letzten Tage ist das Nest fast im Wasser verschwunden. Es bietet nun einen Rastplatz, an dem ein Bläßhuhn sich neu sortieren und die Füße vertreten kann.
Gegen Ende des Besuchs gibt es dann noch zu einem Vertrauensbeweis der Kanadagänse. Alle drei Familienmitglieder sind auf der Wiese hinter dem Steilufer am grasen, als der Kameramann mit dem Fahrrad vorbeikommt. Die Eltern sind zwar recht aufmerksam, grasen aber dann mit dem Jungtier weiter. Aufgrund des geringen Abstands konnten die Bilder mit relativ kurzer Brennweite aus der Hand aufgenommen werden, das Küken ist im hohen Gras fast nicht auszumachen.



19.05.2019 - 22.05.2019 - kein Besuch
Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen war leider kein Besuch möglich.


18.05.2019
Heute ist ein sehr sonniger Tag. Die Anzahl der Schwalben am gegenüberliegenden Steilufer ist recht unübersichtlich geworden. Es ist laut und unruhig. Ein einzelner Eisvogel taucht kurzzeitig mal auf. Während der Eisvogel von seinem Ansitz aus die Wohnanlage beobachtet, tuckert Papa Haubentaucher mit seinen Küken vorbei. Ein paar Meter weiter treffen sie auf die Gänsefamilie. Zum Grasen müssen die Gänse den Hang hochklettern. Dies fällt dem Küken ausgesprochen schwer. Zwischendurch bleibt es einfach sitzen, während die Eltern oben grasen. Vielleicht war es vor ein paar Tagen auch hier am Hang versteckt, so dass es nicht vor die Linse kam.
Nach einiger Zeit sind die Haubentaucher wieder in die Nähe der Nestinsel, als neben dieser zwei fremde Kanadagänse landen. Das geht natürlich garnicht und Papa Gans kommt mit lautem Geschrei von der Wiese her angeflogen. Dabei überfliegt er die Haubentaucher mit sehr niedriger Höher, was diesen sichtlich missfällt.



17.05.2019
Papa Haubentaucher quittiert die lange Abwesendheit der Kamera mit Zurückhaltung. Seine Familie entfernt sich zunächst ein ganzes Stück. Erst nach knapp einer Stunde kommt er wieder in die Nähe der Nestinsel. Die Küken wachsen kräftig, auf Papas Rücken dürfen sie nicht mehr klettern. Dafür geht die ganze Familie immer wieder gemeinsam auf Tauchgang. Anschließend muss das Daunengefieder besonders gründlich getrocknet werden.
Die schönste überraschung des Tages liefern aber die Kanadagänse, als diese mit ihrem Küken aus einem Gebüsch kommt. Das Kleine war fast eine Woche lang versteckt. Gemeinsam klettert die Gänsefamilie den Hang zum Grasen hoch.
Ein paar Minuten später fängt Papa Haubentaucher einen recht großen Fisch. Fische dieser Größe werden von erwachsenen Haubentauchern normalerweise über Wasser verzehrt. Umso größer ist das Erstaunen des Kameramanns, als der Fisch den Küken angeboten wird. Dem kleineren von beiden ist der Fisch zu groß, aber das zweite schluckt den Fisch oder viel Federlesen herunter. Der Papa steuert immer noch genau die Futterverteilung. Die Küken bekommen abwechselnd Nahrung angeboten. Nur wenn das welches gerade an der Reihe ist gerade keinen Hunger hat, geht das Futter zum Geschwisterchen.



14.05.2019 - 16.05.2019 - kein Besuch
Aufgrund anderweitiger Verpflichtungen war leider kein Besuch möglich.


13.05.2019
Am Teich ist heute ein recht gemischtes Federvieh unterwegs. Ein Paar Höckerschwäne schwimmt friedlich neben den Haubentauchern. Man lässt sich gegenseitig in Ruhe. Die Kanadagänse weiden einsam auf der Wiese über der Schwalbenwand.
Die Sache mit dem Abhängen in der Nähe der Kamera wird langsam zum festen Ritual. Nachdem die ganze Familie gefuttert hat, macht man in ca. 20..30m Entfernung Siesta. Anschließend geht es mit der Ausbildung weiter. Die Küken tauchen nun dem Papa schon mehrere Meter hinterher und können für einige Sekunden unter Wasser bleiben.
Kaum sind die Haubentaucher etwas beiseite geschwommen kommt ein Grünschenkel-Weibchen herbei, versteckt seine langen graugrünen Beine im Wasser und sucht das Ufer nach Kleingetier ab. Auch einem Paar Tafelenten scheint es hier gut zu gefallen.



12.05.2019
Papa Haubentaucher ist heute mit seinen beiden Küken recht weit weg von Nest. Ein fremder Haubentaucher nutzt die Gelegenheit und fängt einen Fisch der so groß ist, dass es beim Schlucken sichtliche Probleme gibt.
Vom Gänseküken fehlt heute jede Spur. Das verlassene Nest ist immer noch voller Eier. Die Eltern weiden auf der Wiese am Steilufer. Im Nachbarteich schwimmt eine Familie von Kanadagänsen mit zehn Jungen.
Als Papa eine Jagdpause einlegt, kommt es zu einem weiteren Vertrauensbeweis. Er tuckert mit den beiden Jungen in die Nähe der Kamera, putzt sich die Federn und macht einfach Pause. Nach einigen Minuten wird er wieder munter und entfernt sich auf der Jagd wieder ein wenig.


11.05.2019 - kein Besuch


10.05.2019
Es bleibt wohl bei dem einen Gänseküken, welches nach 30 Tage nach Brutbeginn geschlüpft ist. Das Nest der Gänse liegt mit mit einigen Eiern verlassen da, während sich die jungen Eltern mit dem einen Küken auf dem Teich herumpaddeln.
Der Bewuchs der nun unbewachten Nestinsel wird von einem Rohrammermännchen nach Futter untersucht.
Die Rückenzeichnung der männlichen Tafelente wird zur echten Herausforderung für die Kamera. Mit voll eingefahrenem Zoom gelingt es gerade so die drei verschiedenen Vogelarten festzuhalten, die sich für kurze Zeit diesen Teil des Sees teilen.
Am Steilufer ziehen Schwalben neben den Eisvögeln ein. Es kommt zu heftigen Nachbarschaftsstreitigkeiten zwischen dem Eisvogelpaar und fast einem Dutzend Schwalben.
Bei den Haubentauchern geht die Zeit in der die Küken auf Papas Rücken sitzen dürfen wohl zu Ende. Während des Besuchs schüttelt Papa die Küken ins Wasser und beginnt mit der gründlichsten Putzaktion die bisher beobachtet werden konnte. Immer wieder werden die Flügel ausgestreckt und auch das Wasserballett der Haubentaucher wird solo aufgeführt, komplett mit Kopf eintauchen und Pinguinpose.
Die Schildkröte sonnt sich.


09.05.2019
Die Haubentaucherküken müssen nun langsam tauchen lernen. Sie tauchen nach Beutefischen, die Papa ins Wasser fallen lässt.
Auf der Nestinsel wackelt etwas im Dickicht. Ein Gänseküken watschelt um das Nest.
Nach der Ankunft des Gänsekükens kommt auch der Ganter vermehrt in die Nähe des Nests. Gegenüber den Haubentauchern besteht keine sonderliche Aggression. Auf einem Photo kann man den Größenunterschied zwischen den beiden Arten gut erkennen.
Die Schildkröte sitzt am Ende des Steilufers an einer Stelle die gerne von Eisvögeln als Ansitz genutzt wird.
Die Haubentaucherjungen sind deutlich gewachsen und haben auch recht ordentlich an Gewicht zugelegt. Papa liegt nun tiefer im Wasser und hat aufgrund der ungleichmäßigen Gewichtsverteilung auch etwas Schlagseite.
Heute ist das Wetter sehr wechselhaft. Der Photograph wird dreimal geduscht.


08.05.2019 - kein Besuch
Die Schafskälte macht den heutigen Tag nass und regnerisch. Die ideale Gelegenheit mal zu Hause zu bleiben.


07.05.2019
Beim heutigen Besuch liegen nur noch zwei Küken auf Papas Rücken. Was gestern während des kalten Wetters passiert ist, bleibt unklar. War es die Kälte, oder hatte einer der vielen Jäger Erfolg? Das Verhalten von Papa ist etwas anders geworden. Er zeigt sich zwar nicht viel scheuer als zuvor, kommt jedoch auch nicht extra in die Nähe der Kamera. Obwohl nur noch zwei Küken verbleiben, wird es doch so langsam etwas eng auf Papas Rücken.
Als Papa einen recht großen Fisch anbringt und einem der Küken in den Schnabel gibt, kann dieses den Fisch nicht halten und lässt ihn fallen. Bis Papa den Fisch wieder aus dem Wasser geangelt hat, ist das Geschwisterchen zur Stelle und schluckt den Fisch nach kurzem Anlauf.
Seltsam ist auch, dass die Kanadagänse immer noch brüten. Laut Hochrechnung wäre der 04.05. der erste Tag zum Schlüpfen gewesen.


06.05.2019 - kein Besuch
Heute Morgen ist es gefroren, auch tagsüber bleibt es sehr kalt und regnerisch.


05.05.2019
Bei 7°C wechselt das Wetter wieder zwischen sonnigen Minuten und Regen hin und her. Wieder steht ein Graureiher auf der kleinen Insel mit dem Gänsenest. Das Schema von vorgestern wiederholt sich. Der Reiher fliegt weg und der Haubentaucher kommt mit seinen drei Küken herübergeschwommen und und beginnt mit der Fütterung.
Gerade als Papa wieder auftaucht kundschaftet eine große Möwe den Teich aus. Papa ruft mehrfach und die Küken sind innerhalb von Sekunden wieder auf seinem Rücken. Nachdem die Küken in Sicherheit sind, wird für mehrere Minuten der Luftraum mit schräg gestelltem Kopf beobachtet, bevor eine neue Runde in der Nahrungssuche beginnt.
Bei der zweiten Fütterung will das kleinste Küken überhaupt nicht ins Wasser und bleibt zunächst auf Papa sitzen, bis dieser schließlich einfach abtaucht. Nach der Fütterung liegen die Küken auf Papas Rücken wie auf einem Sonnendeck.
In einer Szene füttert Papa ein Küken mit einer Feder, das zweite sitzt auf seinem Rücken, während Nummer drei eine Daunenfeder aus Papas Schwanz zupft.
Anscheinend haben auch die Bachstelzen mittlerweile Nachwuchs. Zwei erwachsene Tiere hüpfen auf der Suche nach Insekten über die kleine Insel und begutachten auch des immer weiter zerfallende Haubentauchernest.


04.05.2019 - kein Besuch
Heute ist des ganzen Tag kühl und regnerisch. Der Niedrschlag wechselt von Regen, über Schneeregen, bis hin zu Graupel. Eine ideale Gelegenheit mal einen Samstag zu Hause zu verbringen.


03.05.2019
Bei der Ankunft heute Abend stockt dem Photographen fast der Atem. Am Ufer stehen zwei Graureiher wenige Meter von den drei Küken entfernt, während Papa gerade auf Tauchstation ist. Die Reiher schrecken auf und fliegen weg. Papa sammelt seine Küken auf und kommt herüber geschwommen. Es ist als ob er verstanden hat, dass die Jäger die Nähe des Menschen scheuen.
Die Bläßhühner werden seid ein paar Tagen immer agressiver. Auch heute Abend wird der Haubentaucher immer wieder aus der Nähe der vermuteten Nistplätze vertrieben. Als startende Schwäne im Tiefflug über den Photographen ziehen, ist dieser dankbar, dass Kühe nicht fliegen können.
Als der Taucher schließlich in die Nähe des verlassenen Nestes, und damit auf unter 15m herankommt, spitzt auch die Abendsonne nochmal kurz zwischen den Wolken hindurch und ermöglicht ein paar sehr schöne Aufnahmen.


02.05.2019
Aufgrund der größer gewordenen Entfernung kommt ab heute die Canon 700D am Tamron SP 150-600 G2 zum Einsatz. Das Sensorrauschen ist zwar deutlich höher, allerdings überwiegt bei guten Lichtverhältnissen der Vorteil des Cropfaktors von 1,6. Die Bilder sind heute mit ISO200..400, 600mm, F6,3..8, 1/800..1/1600 aufgenommen.
Die Haubentaucher scheinen ein modernes Elternzeitkonzept zu haben. Mama ist in Richtung der offenen Wasserfläche des Hauptteichs unterwegs, während Papa sich um die Brut kümmert. Die Fütterungen wirken weiterhin wie Unterricht. Heute lässt der Papa die gefangenen Fische teilweise unter Wasser wieder los und animiert die Küken damit zum Tauchen. Wenn Papa etwas länger auf Tauchfahrt ist drängen sich die Küken auf dem weiten See schutzsuchend zusammen. Sobald Papa wieder auftaucht und den Nachwuchs ruft, schwimmen sie ihm schnell entgegen.
Der Photograph ist so sehr auf die Haubentaucher konzentriert, dass er das laute "tiit, tiit" aus einem naheliegendem Busch nur unterbewusst wahrnimmt. Bis die Situation klar wird, ist es für ein Photo schon zu spät: die Eisvögel haben Nachwuchs und füttern diesen auf dieser Seite des Sees. Was im Gedächtnis bleibt, ist der Blick auf einen Eisvogel, der wenige Meter vor der Kamera flatternd in der Luft steht, bevor er sich auf seinen üblichen Ansitz am gegenüberliegenden Ufer zurückzieht.

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01.05.2019
Heute Vormittag bietet sich zunächst das gleiche Bild wie gestern. Papa tuckert wie ein alter Mississippi Raddampfer das gegenüberliegende Steilufer entlang. Nur gelegentlich zeigt sich ein einzelnes kleines Köpfchen. Das Nest liegt nun verlassen da, vom verbliebenen Ei fehlt jede Spur. Auch die Mama ist verschwunden. Fast eine halbe Stunde lang vertreibt sich der Photograph die Zeit mit dem Ablichten der für gute Bilder viel zu weit entfernten Eisvögel.
Während der ganzen Zeit kommt ein Bläßhuhn, das im gleichen Abschnitt nach Wasserpflanzen taucht, dem Papa immer wieder sehr nahe. Aus so einer Situation heraus wird es dem Taucher zu dumm - er nimmt Fahrt auf und geht auf Tauchstation.
Im nächsten Moment ist die überraschung groß, denn hinter dem Papa tauchen drei Küken auf, die nun mit kleinen Fischen gefüttert werden. Immer wieder taucht der Papa ab und bringt den Jungen kleine Fische. Es fällt schwer zu glauben, dass der Taucher innerhalb von Sekunden ein halbes Dutzend kleine Fische fängt. Das ganze Verhalten erinnert mehr an Unterricht, in dem die Küken den Zusammenhang zwischen Tauchen und Futter beigebracht bekommen. Nach kurzer Zeit wird die Vorführung beendet und die Kleinen klettern wieder auf Papas Rücken. Es dauert eine weitere halbe Stunde, bis die nächste Fütterung beginnt. Diesmal wird das Schilf in der Nähe des Nestes abgesucht. Die Brut soll schwimmen, hat aber keine so rechte Lust. Also macht Papa kurzhand den wilden Hengst und schüttelt die ganze Bande ins Wasser.

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30.04.2019
Und plötzlich ist alles anders. Die Taucher haben das Nest aufgegeben, ein einzelnes verlassenes Ei liegt noch darin. Papa dümpelt in einiger Entfernung mit zwei Küken auf dem Rücken herum. Mama zeigt sich nur kurz, verschwindet aber dann und kehrt innerhalb der nächsten Stunde nicht zurück.
Es gelingen noch ein paar Schnappschüsse auf einige Entfernung, die vor allem den stark ramponierten Achtersteven des jungen Papas zeigen.
Die Sandgrube füllt sich mit jungen Vögeln. Schauen wir mal, was die Zukunft bringt.


29.04.2019
Um es vorneweg zu nehmen - auf die spannendste Frage des Tages, nämlich ob weitere Küken geschlüpft sind, gab es bei diesem Besuch keine Antwort. Papa saß die ganze Zeit auf dem Nest, während auf seinem Rücken immer wieder bis zu zwei Küken zu sehen waren.
Mama ist die ganze Zeit mit Jagen und Füttern beschäftigt. Heute besteht die Kost schon aus kleinen Fischen und Daunen. Bei nasskalten 10°C würden die Kleinen wohl am liebsten unter Papas Federn bleiben. Die Mama lockt jedoch den Nachwuchs mit Hilfe von Futter immer wieder ins Freie und schließlich sogar ins Wasser.

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28.04.2019 - kein Besuch


27.04.2019 - Schlüpfen
Die Erlebnisse des heutigen Tages lassen sich nur schwer in Worte fassen, das endgültige Sortieren der Bilder eine Aufgabe für mehrere Tage. Die Ankunft der Kamera verzögert sich durch die, von der Natur so dringend erwarteten, Aprilschauer. Beim Eintreffen gegen 14:30h fällt sofort eine veränderte Stimmung auf. Er schwimmt neben dem Nest, die ganze Zeit über seine Partnerin beobachtend, die heute ungewöhnlich stark aufgeplustert und sehr hoch auf dem Nest sitzt. Die Kamera ist noch nicht auf dem Stativ, als sie sich kurz erhebt und sich ein frisch geschlüpftes Küken zeigt. Das Junge klettert vor den Augen des Photographen unter den rechten Flügel seiner Mutter.
Nun kommt auch Papa ins Spiel, indem er eine für Lappentaucher typische Besonderheit zeigt - die frisch geschlüpften Jungtiere werden sofort mit Federn gefüttert. Die Elterntiere reißen sich Daunenfedern aus, tunken diese kurz ins Wasser und füttern damit die Brut. Schon nach kurzer Zeit auf dem Rücken der Mutter erscheint das Daunenkleid des Jungtiers viel sauberer und flauschiger.
Wenige Minuten später erhebt sich die Henne erneut und gibt den Blick auf ein vom Schlüpfen noch rot verschmiertes zweites Küken frei. Auch dieses klettert sofort auf den Rücken seiner Mutter. Irgendwie scheint die Position unter den Flügeln nicht so ideal und außerdem müssen sich die Jungen wohl erst noch einrichten. Beide purzeln wieder ins Nest zurück und suchen sich erneut den Weg auf den Rücken der Mutter, diesmal vom Schwanz her, zwischen den Flügeln hindurch.
Eine knappe halbe Stunde nach Ankunft der Kamera sticht die Mama mit den beiden Küken das erste Mal in See. Als ordentlicher Hausmann nutzt er die Gelegenheit, um die zerbrochenen Eierschalen zur Seite zu räumen, bevor er sich auf die beiden verbliebenen Eier setzt.
Die Mama ist zwischenzeitlich auf dem Wasser unterwegs und füttert die Jungen weiterhin mit gewässerten Daunen.
Der Wind nimmt stark zu und Regen setzt ein. Aus Rücksicht auf die Hardware zieht sich der Photograph vorrübergehend zurück.

Nach dem Sichten der ersten Bilder wird der jungen Familie gegen 18:30h noch ein zweiter Besuch abgestattet. Er sitzt auf dem Nest, sie schwimmt daneben im Wasser und von den Küken ist keine Spur zu sehen.
Als sich zwei fremde Haubentaucher dem Nest auf 60m nähern, geht sie auf Tauchstation und damit zum Angriff über. Dies ist das erste Mal, dass der Photograph die Henne tätlich werden sieht. Die Besucher geben sich nach kurzer Zeit geschlagen und treten den Rückzug an. Das Geheimnis um den Verbleib der Brut wird gelüftet, als er sich bei ihrer Rückkehr kurz erhebt. Die Küken waren die ganze Zeit bei Papa im Nest.
Nun rollt ein Gewitter heran, verwandelt die Landschaft in eine Kulisse wie aus einem Gemälde von William Turner und tränkt den Photographen heute zum zweiten Mal mit Wasser.
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26.04.2019 - kein Besuch


25.04.2019
Nach dem heftigen Sturm gestern Nacht war es heute eine große Erleichterung, das Nest und die Haubentaucher unbeschadet anzutreffen.
Die Bläßhühner sind etwas hektisch heute. Eine Gruppe von vier Tieren führt eine intensive Mischung aus Paarungsritual und Revierkampf auf.
Als der Haubentaucher heute vor unseren Augen einen großen Fisch gefangen hat, konnte eine dramtische Sequenz festgehalten werden. Leider gegen das Licht der Abendsonne. Das Schlucken dauert eine ganze Weile.
Nach dem Schichtwechsel sitzt er hechelnd in der noch recht starken Abendsonne. Aber zumindest alle Eier sind augenscheinlich unbeschädigt.


23.04.2019 - 24.04.2019 - kein Besuch


22.04.2019 - Ostermontag
Am heutigen Ostermontag lockt das schöne Wetter viele Leute zu Spaziergängen vor die Tür. Für die Vögel bedeutet das ziemlichen Stress:
- freilaufende Hunde und deren Halter abseits der Wege, oberhalb der Eisvogelnistplätze
- erstmals Fluchtreaktion der brütenden Henne gesehen: schnell von den Eiern runter, ins Wasser, Eier mit Schlick abdecken. Auslöser: vier Spaziergänger gemischten Alters, die eigentlich lieber Schwäne sehen wollen und vor dem "Entennest" laut geredet und gestikuliert haben. Zum Glück gehen diese Menschen bald weiter und die Henne klettert wieder zurück auf ihr Nest.
Das erste Bild zeigt keinen Schneesturm, sondern fliegende Samen - ein Traum für Allergiker.


21.04.2019 - früher Vormittag
Am heutigen Ostersonntag sind wir am frühen Vormittag wieder vor Ort. Die brütenden Henne verändert schlagartig ihr Verhalten, wenn Störenfriede in die Nähe kommen. Ein nach oben gereckter Hals deutet auf fliegende Feinde hin. Ein waagrecht über dem Wasser liegender Hals deutet in Richtung eines fremden Haubentauchers, der den Fehler gemacht hat, diesem Brutpaar zu nahe zu kommen. Der Hahn führt mehrere Unterwasserangriffe durch, bis der Eindringlich schließlich eiligst den Rückzug antritt. Einmal mehr wird man daran erinnert, dass diese Flugsaurier weder putzig noch freundlich sind.
Ein ungefähr 16cm langer Fisch schwimmt gefährlich nahe am Nest vorbei, wird jedoch nicht zum Früstück eingeladen.
Wie viele andere Wasservögel auch, streckt der Haubentaucher beim Schwimmen gerne mal einen Fuß in die Höhe. Die Bilder sind auf 50m Distanz aufgenommen, daher nicht sonderlich scharf, jedoch immer noch recht nett anzusehen.
Nachdem der Hahn vor unseren Augen mehrere große Fische gefuttert hat, ist es Zeit für einen Schichtwechsel. Die Henne gibt den Blick auf die vier schlammbeschmierten Eier frei. Diese werden zunächst vom Hahn inspiziert, bevor er sich nochmal kurz aufplustert und sich dann schließlich vorsichtig darauf niederläßt.
Die Umgebung zieht immer mehr andere Jäger an. Greifvögel und Möwen stören die Ruhe.


20.04.2019 - Sonnenaufgang
Am heutigen Karsamstag sind wir schon bei Sonnenaufgang vor Ort. Der Teich wird langsam immer lebhafter. Die ersten Strahlen der Morgensonne streifen den Kopf der Henne und beleuchten ihren Schnabel beim Gähnen. Die Mücken fliegen tief und die Fische stehen knapp unter der Wasseroberfläche. Der Hahn ist am entfernten Ufer unter einem überhängenden Busch am Fischen, als er anscheindend plötzlich überrschend von einem Fisch berührt wird. Unter lautem Geschrei flüchtet er in in Richtung Seemitte und zeigt dabei seine Flügelzeichnung. Kurze Zeit später macht er endlich Beute, die jedoch aufgrund der schwierigen Lichverhältnisse nur schwer erkennbar ist. Kleine Beutefische scheinen wirklich direkt unter Wasser geschluckt zu werden. Nur bei etwas größeren Fischen zieht sich das Schlucken über Wasser etwas hin.


19.04.2019
Heute haben wir, außer einem Haubentaucher Standardpose, nicht viele Bilder zu bieten. Heute konnten wir das erste Mal sehen, wie ein vielleicht 10cm langer Fisch an der Wasseroberfläche geschluckt wurde. Für Bilder hat der kurze Moment leider nicht gereicht.
Zu guter Letzt wurde heute endlich das Einflugloch zur Nisthöhle der Eisvögel gefunden. Seit fast drei Wochen verfolgen wir die Flüge der Eisvögel. Da diese aber ungebremst direkt in ihrem kleinen Flugloch verschwinden, ist es sehr schwierig zu erkennen, welches der vielen Löcher die Bruthöhle ist.


18.04.2019 - kein Besuch


17.04.2019
An diesem Morgen sind fast ein Dutzend Reiherenten in diesem Teil des Baggersees. Die hiesigen Reiherenten sind sehr scheu, mit Fluchtdistanzen von über 50m. Immerhin fliegen die Vögel heute morgen nicht auf, sondern ziehen sich langsam schwimmend in den Hauptteil des Sees zurück.
Unser Haubentaucherhahn erinnert an einen passionierten Heimwerker, der auf dem Weg nach Hause immer noch schnell im Baumarkt vorbeischaut. Jedesmals wenn er zum Nest zurückkommt, wird ein neues Stück Schlick eingebaut oder das Nest etwas umdekoriert. Häufig nähert er sich dem Nest nicht direkt, sondern pirscht sich tauchend, unter Wasser die Richtung ändernd, an.
Manchmal steht sie kurz auf, um den Inhalt des Nestes zu inspizieren.
In einiger Entfernung gibt es Anzeichen, daß auch die benachbarten Bläßhühner bald den Brutbetrieb aufnehmen werden. Für sie eine atemberaubende Erfahrung.
Unterhalb des Eisvogelnestes sonnt sich am gegenüberleigenden Ufer mal wieder die Schildkröte.


16.04.2019
Ein recht warmer, sonniger Tag.
Was wie im ersten Augenblick wie eine Schrei aussieht, ist in Wirklichkeit nur ein herzhaftes Gähnen. Die mittlerweile vertraute Prozedur aus Ablegen des Rucksacks, Hinsetzen, Stativ aufbauen, Kamera aufbauen bewegt die Taucherhenne nicht mal mehr dazu, den Schnabel aus den Federn zu nehmen. Das Gähnbild entstand ein paar Minuten nach der Ankunft.
Die Nachbarschaft ist hart umkämpft. Insbesondere Artgenossen werden von Tauchern, Blässhühnern und Gänsen vehement angegangen.
Zeitweise kreist ein Hubschrauber über dem nahegelegenen Waldgebiet. Er wird wie andere technische Störquellen von den Vögeln weitgehend ignoriert.
Wenige hundert Meter von Tauchernest entfernt entstand ein Schnappschuss von einem Wiedehopf. Dies ist seit fast vierzig Jahren das erste vom Photographen in freier Wildbahn gesichtete Exemplar.

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15.04.2019
Keine Neuigkeiten heute. Brüten ist ein zähes Geschäft. Noch zwei Wochen bis zum Schlüpfen...


14.04.2019 - kein Besuch


13.04.2019
Heute ist das Wetter noch kühler. Die Henne sitzt fest auf Ihren Eiern. Der Hahn taucht nach einer Stunde auf, es kommt jedoch zu keinem Schichtwechsel. Beide brütenden Vögel haben sich mittlerweile so an die Kamera gewöhnt, dass sie nicht mal mehr den den Kopf heben, sobald der Besuch eintrifft.
Die Gänse gehen zwischendurch beide zum Grasen auf die naheliegende Wiese. Die gut zugedeckten Eier sind eine halbe Stunde lang alleine.
Als sich ein Paar Nilgänse in die Nähe wagt, werden sie von den viel größeren Kanadagänsen schnell vertrieben.
Heute zeigt sich auch wieder ein einzelner Eisvogel - und ein Raubvogel sucht von einem naheligenden Baum aus die Umgebung nach Beute ab.

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12.04.2019
Heute ist das Wetter kühl und windig. Ein Paar Höckerschwäne macht diesen Teil der Sandgrube unsicher. Das Nest der Haubentaucher scheint glücklicherweise zu klein für die Ansprüche der Schwäne. Die größere Insel mit dem Gänsenest ist da schon interessanter. Die Gänse schaffen es jedoch die Schwäne auf Abstand zu halten.
Heute zeigt sich auch wieder ein einzelner Eisvogel.


10.04.2019 - 11.04.2019 - kein Besuch


08.04.2019
Auch heute ist das Wetter aprilhaft. Bei Ankunft am frühen Nachmittag sind beide Nester mit brütenden Damen besetzt. Die Eisvögel sind nicht zu sehen. Beim Absuchen der Sandwand erscheint zur großen überraschung eine sich sonnende Schildkröte im Sucher.
Nach einiger Zeit leitet die Taucherhenne mit den nun schon bekannten Flatterbewegungen einen Schichtwechsel ein. Den Herrn des Hauses hält es jedoch nicht besonders lange auf den Eiern. Immer wieder wird umdekoriert und angebaut. Bei dieser Gelegenheit lassen sich sicher drei Eier erkennen. Ein Blick auf die Füße des Tauchers erklärt, warum diese Vögel zu den Lappentauchern gezählt werden.
Zwischendurch bringt ein über den Nestern kreisender Greifvogel in Erinnerung, dass die Idylle täuscht.

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07.04.2019
Das Wetter ist heute leicht gewitterig. Die Wolken hängen tief und auch die Mückenschwärme sammeln sich direkt über dem Weg. Die Stimmung zwischen Gänsen und Tauchern ist nicht besser geworden. Man zeigt sich die gesträubten Federn und faucht sich gelegentlich an.Als die weibliche Gans wieder auf ihr Nest zurückklettern will, kommt sie zur Taucherhenne auf unter zwei Meter heran. Die Taucherhenne richtet sich auf und stößt Warnrufe aus. Auch der Taucherhahn kommt dazu. Die Gans setzt sich schließlich auf ihr Nest und es kehrt wieder Ruhe ein.
Nur ein Eisvögel ist heute kurz auf seinem Ansitz zu sehen.

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06.04.2019
Auch heute Morgen sitzt die Henne auf ihren Eiern, während der Hahn auffällig nah am Nest bleibt. Der Grund ist nicht etwa die Kamera, sondern die Kanadagänse, die wenige Meter nebenan brüten. Die Nachbarschaft scheint etwas schwierig zu sein, auch die Gänse begegnen den Tauchern mit gesträubten Halsfedern.
Richtig Ärger gibt es aber, als zwei Höckerschwäne sichtliches Interesse am Nistplatz der Gänse zeigen. Er wird kurz recht ungemütlich, aber schließlich vertreiben Gänse und Taucher gemeinsam die Schwäne. Obwohl das Gänsenest ein Ei enthält, kehrt keine der Gänse innerhalb der nächsten halben Stunde zurück. Beide Gänse ziehen sich auf ein naheliegende Wiese zum Fressen zurück.
Nach einer Weile richtet sich das Taucherweibchen mit sehr auffälligem Flügelflattern vom Nest auf und leitet damit einen Schichtwechsel ein. Während das Nest unbedeckt ist, ist ein weiteres weißes Ei zu sehen. Wir gehen daher nun von bis zu 4 Eiern im Nest aus, die übliche Maximalzahl.
Anmerkung: Heute 700D mit 18-135 und 150-600mm. Bisher alle Bilder 6D mit 24-105 und 150-600mm

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05.04.2019
Die Baggerseen füllen sich mit immer mehr Vögeln. 50m entfernt brüten Eisvögel in ihren Höhlen am 5m hohen Steilufer. 100m weiter haben Graugänse die ersten Jungen.
Das Nest unserer Haubentaucher scheint etwas höher geworden zu sein, so dass es sehr schwer ist zu erkennen, wieviele Eier mittlerweile im Nest sind. Wir tippen auf 3 Stück. Plötzlich steht die Henne auf und tauscht mit dem Hahn Platz. Das ist das erste Mal, dass wir ihn auf den Eiern sitzen sehen. Bevor er Platz nimmt, sortiert er den Inhalt des Nestes etwas um und lässt sich schließlich nieder.

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04.04.2019 - kein Besuch


03.04.2019 - Eier im Nest
Der Hahn schwimmt heute zunächst neben dem Nest im Wasser. Als er das Geräsch des Fahrrads hört zieht er sich ein paar Meter zurück. Nach kurzer Zeit verlässt die Henne das Nest und schwimmt eine Runde. Tatsächlich liegt wie erwartet ein zweites Ei im Nest. Die beiden Eier zeigen eine deutlich unterschiedliche Färbung. Die Sonne ist heute Nachmittag so stark, dass die Henne schließlich mit offenem Schnabel auf dem Nest sitzt.
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02.04.2019
Heute hat die Henne keine Lust aufzustehen. Deswegen bleibt die spannende Frage, ob ein zweites Ei im Nest ist, zunächst offen. Es werden aber zumindest ein paar verschieden Halsstellungen gezeigt. Vom Hahn sieht man heute keine Spur.


01.04.2019
Haubentaucher legen im Abstand von ca. 2 Tagen 3 bis 4 Eier. Die Eier sind zunächst weiß und dunkeln mit der Zeit etwas nach. Die Henne verlässt zwischendurch das Nest zum Fischen. Zunächst begrüßen sich die Partner mit gespreizter Federhaube. Auf Bild 759 blickt das Männchen in die Kamera, der Kopf des Weibchens ist im Profil zu sehen. Die Federkleider der beiden Geschlechter unterscheiden sich nicht besonders, das Männchen zeigt etwas stärkere Kontraste, mit weißer Brust und dunklerem Rücken. Heute liegt ein einzelnes weißes Ei im Nest.

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Am 31.03.2019 hat der Photograph beim Radfahren ein brütendes Haubentaucherpärchen entdeckt. Das Nest liegt in einer alten Sandgrube, vom Weg nur durch wenige Meter Wasser getrennt. Bei entsprechend vorsichtigem Verhalten kann man das Nest problemlos vom Ufer aus beobachten.

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