
HAREROD - Lichtbildreisen
Marcus Hasenstab - Dipl.-Ing. (FH) Elektrotechnik / Automatisierungstechnik
Version 2608131308
Der Titel darf wörtlich genommen werden. Hier werden Aufnahmen des Nachthimmels gezeigt. Falls keine Sterne zu sehen sind, liegt es vielleicht daran, dass sich ein anderes kosmisches Objekt in den Fokus geschoben hat.
Gerade auf Reisen in abgelegene Gebiete fasziniert immer wieder der Sternenhimmel. Ohne künstliche Lichtquellen adaptiert sich das Auge auf die Dunkelheit der Umgebung und es werden Objekte und Farben mit bloßem Auge sichtbar, die inmitten der Zivilisation unsichtbar sind.
Wenn nicht gesondert erwähnt, wurden die Bilder mit einer normalen Photoausrüstung aufgenommen:
Kamerabody, Linse, wenn möglich Stativ oder ein anderer fester Untergrund.
Wenn technisch möglich, wurden die EXIF-Daten der Aufnahmen beibehalten.
An dieser Stelle sei Stellarium wärmstens empfohlen, eine freie Astronomiesoftware, die für Desktop-PC's, als Web-Anwendung und als Handy-App zur Verfügung steht.
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Diese Galerie wird je nach Zeit, Lust und Laune ausgebaut. Bitte einfach bei Gelegenheit mal wieder vorbeischauen.
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Am 12.08.2026, zeitgleich mit dem Höhepunkt des jährlichen Perseidenregens, konnte man in Deutschland kurz vor dem Sonnenuntergang eine partielle Sonnenfinsternis erleben. Mit Stellarium wurden Beginn und Höhe für ca. 19:20h bei 11° und das Maximum der Abdeckung für ca. 20:15h bei 3,8° ermittelt.
Wir wohnen 11° unter dem Horizont, genau der Höhenwinkel unter dem die Sonne zu Beginn des Ereignisses stehen sollte. Also haben wir uns, zusammen mit einigen anderen Menschen aus der Umgebung einen schönen Platz auf der Höhe mit gutem Blick zum westlichen Horizont gesucht. Wir hatten die Kamera auf einem Stativ montiert, so dass man bequem gelegentlich durch den Sucher schauen konnte. Weitere Sofi-Freunde haben sich mit einer selbstgebauten Lochkamera, andere mit Sofi-Brillen zu uns gesellt.
Bild 1928 zeigt um 19:24h eine leicht angeknabberte Sonne. Die große Halo ist dem diesigen Himmel geschuldet. In Richtung der 10 Uhr Position sind hier schon zwei Sonnenflecken zu erkennen.
Bild 1939 zeigt um 19:55h die gut zur Hälfte von der Mondscheibe bedeckte Sonne. Der leichte Wolkenschleier macht das Bild interessant. Die Sonnenflecken sind nun deutlich erkennbar. Wie groß sind diese Flecken? Der Sonnendurchmesser beträgt ca. 1,4 Millionen Kilometer. Durch Größenvergleich ergibt sich, dass von den nah beisammen stehenden Flecken der untere ca. 15000km Ausdehnung hat, also größer als die 13000km des Durchmessers der Erdkugel. Im selben Bild zeigen sich auch schon deutliche Ausfranzungen am Rand der Mondscheibe. Leider sind das wohl keine Mondberge, sondern atmosphärische Störungen.
Auf den nächsten Bildern bewegt sich die immer weiter abnehmende Sonnenscheibe durch ein Wolkenband. Pünktlich zur größten Abdeckung, nun schon nahe am Horizont, ist die Sonnensichel frei von Wolken.
Gegen halb neun setzt die Sonne auf den Bäumen am Horizont auf, um wenige Minuten später zu versinken.
Was noch etwas bleibt ist ein ungewöhnlich bläuliches Licht in der Abenddämmerung.
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Anfang 2025 haben wir eine Planetenparade. Anfang März war mein Ziel endlich mal den Merkur mit bloßem Auge zu sehen. Als innerster Planet steht dieser auch unter besten Verhältnissen immer nah bei der Sonne. Er kann damit nur direkt nach Sonnenuntergang beobachtet werden. Merkur ist recht hell und hebt sich daher schon in der Dämmerung gut vom Hintergrund ab. Bild 4327 zeigt Mond, Venus und knapp über den Bäumen Merkur.
Kurz darauf war es ziemlich dunkel, so dass noch ein Schnappschuss am Mond vorbei auf einen Planten probiert wurde. Mit Hilfe der Pleiaden und anderer Sterne als Orientierungshilfe, konnte ich auf dem stark aufgehellten Bild mittels Stellarium dann tatsächlich Uranus ausfindig machen (Zeitpunkt: 250304 1908).
Die Bilder sind für mich etwas besonderes, da sie meine ersten Aufnahmen dieser beiden Planeten sind.
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Am 25.10.2022 konnte man in Deutschland um die Mittagszeit eine partielle Sonnenfinsternis erleben. Die Stimmung wurde zunächst etwas getrübt, als am Vormittag dichte Wolken aufzogen. Als der Mond gegen 11:00h vor die Sonne trat, hatte das Wetter ein wenig Einsehen streute ein paar dünnere Wolkenschichten ein. Ausgestattet mit Sonnenbrille und 64000facher Abdunkelung vor der Linse sind dem Photographen ein paar nette Aufnahmen gelungen.
Im Gegensatz zur totalen Sonnenfinsternis am 20.03.2015 war die Abschattung der Sonnenscheibe war so gering, dass keine wahrnehmbare Abkühlung entstand.
Die letzte Aufnahme entstand durch ein Loch zwischen den Wolken. Der Mond hat die Sonnenscheibe schon fast wieder komplett freigegeben. Auf den Bildern 1720/1775 kann man rechts oben einen Sonnenfleck erkennen.
Blick geht aus 305m Höhe in Richtung Süd-West auf den 60m tiefer liegenden Regnitzgrund. Es hat stark abgekühlt, der Himmel ist sternenklar. Es ist 02:16h, im Flußtal hat sich Bodennebel gebildet, welcher von der Ortschaft und ihrem Gewerbegebiet von unten erleuchtet wird.
Der Anreiz für die Aufnahme ergab sich aus der fast schon gespenstischen Anleuchtung des Nebels, bei gleichzeitig klarem Sternenhimmel.
Die ganze Szene bei Tageslicht kann man hier bewundern: Bodennebel im Regnitztal
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Kurz vor Weihnachten 2020 kommen sich Jupiter und Saturn für den irdischen Beobachter sehr nahe. Saturn scheint innerhalb des Systems der großen Jupitermonde zu stehen. Für die Beobachtung steht jedoch jeden Abend nur ein kurzes Zeitfenster zwischen Sonnenuntergang und Untergang der beiden Planeten zur Verfügung. Am 18.12.2020 ist der Abstand zwar noch recht groß, der klare Himmel bot jedoch die Gelegenheit für eine kurze Serie von Bildern. Das letzte Bild wurde mit Stellarium erstellt und erklärt die Szene. Beide Bilder sind um 15° gegen den Uhrzeigersinn gedreht, um die Bildfläche etwas besser ausnutzen zu können.
Leider gab an den nächsten beiden Tagen zwischen Bamberg und Würzburg keinen klaren Himmel bei Sonnenuntergang, so dass uns wieder nur ein Blick auf die Simulation bleibt.
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Der Komet C/2020 F3 (NEOWISE) ziert in der Mitte des
Jahres 2020 den Nachthimmel. Die größte Annäherung an die Sonne war schon am 3. Juli. Am Morgen des 12. Juli hatte es
endlich aufgeklart, so dass der Komet um 03:00h das erste mal Mal vor diesen Kameras sichtbar wurde.
Bild 9303 stellt nach, wie der Photograph den Kometen das erste Mal gesehen hat - vom Dachfenster aus, zwischen den
Nachbarhäusern.
In der folgenden Nacht waren die Sichtverhältnisse deutlich schlechter. Ab 22:15h begann die Suche nach dem Kometen,
der sich aber noch im Schein der untergegangenen Sonne zwischen den Wolken versteckte. Jupiter, Saturn und Capella
waren schon früh zu erkennen, so dass Horizontal- und Vertikalwinkel recht genau festzustellen war.
Um allerdings den hellen Fleck auf Bild 9280 als Komet zu erkennen, bedarf es schon einiger Fantasie.
Zwei Minuten und etwas Spielerei mit den Einstellungen später hebt sich der helle Fleck schon etwas besser vom
Hintergrund ab. Um 23:15h hebt sich der Komet schließlich sauber vom Hintergrund ab.
Bild 9290 70mm, Bild 9293 24mm, selber Standort.
Fast zur selben Zeit entstanden in der Nähe von Würzburg ebenfalls Aufnahmen.
Für das erste hier gezeigte Bild wurden 102 Einzelaufnahmen mit jeweils 10s Belichtungsdauer bei ISO12800,
f/4, 24mm zusammengesetzt. Kamera Sony Alpha 99 mk2, Objektiv Tamron SP 24-70mm F/2.8.
In der Nacht vom 21.07. auf den 22.07. klarte es nochmal auf, so dass sich der Einsatz besserer Technik
anbot. Für das hier gezeigte Bild wurden 30 Einzelaufnahmen mit jeweils 30s Belichtungsdauer bei ISO800,
f/5.6, 350mm zusammengesetzt. Kamera Sony Alpha 99 mk2, Objektiv Tamron SP 150..600mm F/5.6-6.3.
Die folgenden Aufnahmen entstanden an einer Passstraße auf der japanischen Insel Hirado.
Hirado liegt vor der Nordwestküste der japanischen Hauptinsel Kyushu. Aufgrund seiner
Nähe zu Korea war es eine historisch wichtige Station für den Austausch mit der
Außenwelt. Hirado ist durch eine Meerenge von Kyushu getrennt, die heute von einer Brücke
überspannt wird. Die menschliche Besiedlung, deren Lichter man auf den Bildern sehen kann,
liegt schon auf Kyushu.
Die Aufnahmen von der Milchstraße entstanden spontan an einem klaren Abend während der Regenzeit, zur Stabilisierung diente das Autodach. Am nächsten Tag war es schon wieder bewölkt, so dass diesmal an anderer Stelle und vom Stativ aus nur noch Aufnahmen der Brücke möglich waren.
Am Himmel ist ganz schön was los. Wenn man genau aufpasst, sieht man, dass Flugzeuge recht oft vor dem Mond vorbeiziehen. Wenn dann zufällig auch noch die 600mm Linse an der 6D hängt, muss man einfach abdrücken.
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Am 28.07.2018 konnte in Franken eine Mondfinsternis beobachtet werden.
Bild 6848: Wenn der Mond komplett im Kernschatten der Erde liegt, sorgt das Streulicht der Erdatmosphäre für einen rötlichen Farbton.
Bild 6857, 6865: der Mond hat den Rand des Erdschattens erreicht
Bild 6882: Graustufenbild
Bild 9708: diese Szene weckt Erinnerungen an Zukunftsromane
Auf Bild 6841, 6843, 6869, 8239 sind Mond und Mars zu sehen.
Auf einer Fahrt von Cairns nach Darwin gelangen ein paar schöne Aufnahmen des Nachthimmels.
Während einer Langzeitbelichtung kann der Vordergrund mittels "light-painting" in Szene gesetzt
werden. Dazu wird einfach kurz das Licht einer Taschenlampe über die Objekte im Vordergrund
geschwenkt.
Mit etwas Übung ergibt sich durch die lange Belichtungszeit eine einheitliche Ausleuchtung.
Bild 3727: Man steht zwar mitten im Nirgendwo auf einem Parkplatz neben der Straße, trotzdem
kommt aber genau während einer der Langszeitaufnahmen ein Roadtrain vorbei.
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Am 20.03.2015 konnte man in Deutschland am späten Vormittag eine partielle Sonnenfinsternis erleben. Der Mond wandert über den obereb Teil der Sonne. Im Maximum war die Abschattung so stark, dass trotz der verbliebenen Hörnchensichel eine beklemmende, düstere Stimmung aufkam.
Links oben tritt immer an der selben Stelle ein Fleck hervor. Ein Beispiel für einen Sonnenfleck. Wandernde Flecken kommen leider von der Optik.
Um 09:33h beginnt der Mond sich vor die Sonne zu schieben. Bild 1802
Um 10:39h ist die maximale Abdeckung erreicht. Bild 1864
Um 11:52h ist die Sonne wieder voll sichtbar. Bild 1959